REPRÄSENTIERTE KÜNSTLER*INNEN

 
 

felixbuechel_17121.jpg

FELix büchel

Zum Künstlerprofil >

„Wässrig verdünnt, wird die Ölfarbe schnell und großzügig aufgetragen und dann, partiell angetrocknet, wieder abgetragen. Büchel gewährt der Farbe, die sich fließend über die Leinwand ergießt, ihren großzügigen Freiraum: Schlieren, Tropfen, Rinnsale füllen die Fläche in einer gleichmäßigen Geste aus, bis der Künstler die Substanz dahingehend bändigt bzw. beseitigt, dass sich schwache Umrisse einer vormaligen Bewegtheit abzeichnen. [...] In diesem Prozess von Hinzufügen und Entfernen lässt sich Felix Büchel von den dadurch aufkommenden Effekten überraschen, reagiert intuitiv auf die unmittelbaren Gegebenheiten des jeweiligen Bild-Zustands.“ 

Bettina Haiss, 2018

 
Linus_Clostermann_OhneTitel.jpg

LINUS CLOSTERMANN

Zum Künstlerprofil >

Eine Oberfläche, die sich nach innen wölbt und einen Hohlraum öffnet, markiert den Eingang zu einem (kleinen) Ort, der abseits des Weges, da wo es schattig ist, vor Kälte und Nässe Schutz bietet. Etwas Kleines hat diesen Ort aufgegeben und einen Abdruck zurückgelassen.

Der Raum verunklärt sich durch die Abwesenheit.
 In diesem Kontext sind Formen und Oberflächen von Leerstellen definiert. Verschiedene Materialien vermischen sich zu einer (amorphen) Substanz. Möglicherweise ein seltenes Wesen, ein Organismus, der Unterkunft und Bewohner gleichzeitig ist. 
Nachdem sich etwas aus seinem ursprünglichen Zustand gelöst hat wird durch sein Verschwinden ein Durchgang geschaffen. Eine Möglichkeit, etwas Neues hineinzutragen oder weiterhin die Silhouette des Fehlenden zu beherbergen.

Linus Clostermann, 2018

 
 
 
Katharina_Vorschlag_Ausstellungsmotiv_metsamor7.jpg

Katharina MAderthaner

Zum Künstlerprofil >

„Die Werke von Maderthaner, ob zwei- oder dreidimensional, entwickeln sich nach einer Zweitakt-Logik: erst synthetisieren, dann sublimieren. Formen, Texturen, Muster und Oberflächen, die die Künstlerin in ihrer Umwelt vorfindet, werden zunächst reduziert, verdichtet und eingekocht bis zum Mark. Baumärkte, Kleingartensiedlungen, selbstgebastelte Internetseiten und laienhaft gestaltete Flyer sind unter andrem ihre Inspirationsquellen. Dieser visuelle Zierrat wird in einer zweiten Phase mit Elementen der minimalistischen Skulptur oder der abstrakten Grafik angereichert – wobei es sich eher um Codes von Codes des Minimalismus handelt – und erfährt eine erneute Verfremdung. Jenseits aller dekonstruktivistischen Ansprüche oder postmodernen Attitüden stehen Maderthaners Werke ernsthaft und autonom da, mit einer irritierenden Selbstverständlichkeit. Diese wohldosierte Too-Much-Ästhetik bringt den Betrachter an seine Grenzen.“

Dr. Emmanuel Mir: AUS DEM STROM, 2014

 
 
 
Laura_Sachs_Noon.jpg
 

LAURA SACHS

Zum Künstlerprofil >

“Mein grundlegendes Anliegen ist die Malerei und die Frage nach ihren Materialien, die ich immer wieder aufs Neue verhandle. Die Schnittstelle und Interaktion von Farbe und Material beschäftigen mich genauso wie die Suche nach Klarheit und das Finden des richtigen Punktes zwischen Zuviel und Zuwenig, in Bezug auf Proportion und die Technik.

Konkret behandle ich die Leinwand und den Bildträger als autarkes Material und gehe auf deren spezifische Eigenschaften ein. Es geht mir jedoch gleichsam um die verschiedenen An- und Aufsichten der Leinwand, weil das augenscheinliche "flache Bild" für mich wie ein allansichtiges Objekt agiert. Die Kanten, Ecken und die dem Betrachter verborgene Rückseite bilden genauso wie die frontale Ansichtsfläche das Bild. Eine Arbeit setzt sich also aus vielen Ansichten und diversen Materialitäten zusammen.”

Laura Sachs im Gespräch mit kunstbar, 2018