KÜNSTLER*INNEN

 
 

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christian august

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Als Mitgründer der Künstlergruppe KLUB7 mit ihren Anfängen in der Graffiti-Szene, weiß Christian August was es bedeutet mit der Wand als Medium zu arbeiten. Ebenso wie er sich im Zuge der kollektiven Zusammenarbeit zu einem autonomen Künstler entwickelt hat, transformierten sich auch seine Werke von einmalig festgelegten Standorten zu transportablen Bildobjekten.

Die sich daraus ergebende Eigenständigkeit des Künstlers kann man ebenfalls in der Wiederholung der blauen Bildflächen begreifen, die sich bewusst vom restlichen Geschehen auf der Leinwand absetzen. Die Idee der Autonomie dieser Flächen wird jedoch zugleich aufgehoben, durch den hypnotischen Sog in die Tiefe des strahlenden Blaus. Ein neuer Raum entsteht.

 
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FELix büchel

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„Wässrig verdünnt, wird die Ölfarbe schnell und großzügig aufgetragen und dann, partiell angetrocknet, wieder abgetragen. Büchel gewährt der Farbe, die sich fließend über die Leinwand ergießt, ihren großzügigen Freiraum: Schlieren, Tropfen, Rinnsale füllen die Fläche in einer gleichmäßigen Geste aus, bis der Künstler die Substanz dahingehend bändigt bzw. beseitigt, dass sich schwache Umrisse einer vormaligen Bewegtheit abzeichnen. [...] In diesem Prozess von Hinzufügen und Entfernen lässt sich Felix Büchel von den dadurch aufkommenden Effekten überraschen, reagiert intuitiv auf die unmittelbaren Gegebenheiten des jeweiligen Bild-Zustands.“ 

Bettina Haiss, 2018

 
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LINUS CLOSTERMANN

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Eine Oberfläche, die sich nach innen wölbt und einen Hohlraum öffnet, markiert den Eingang zu einem (kleinen) Ort, der abseits des Weges, da wo es schattig ist, vor Kälte und Nässe Schutz bietet. Etwas Kleines hat diesen Ort aufgegeben und einen Abdruck zurückgelassen.

Der Raum verunklärt sich durch die Abwesenheit.
 In diesem Kontext sind Formen und Oberflächen von Leerstellen definiert. Verschiedene Materialien vermischen sich zu einer (amorphen) Substanz. Möglicherweise ein seltenes Wesen, ein Organismus, der Unterkunft und Bewohner gleichzeitig ist. 
Nachdem sich etwas aus seinem ursprünglichen Zustand gelöst hat wird durch sein Verschwinden ein Durchgang geschaffen. Eine Möglichkeit, etwas Neues hineinzutragen oder weiterhin die Silhouette des Fehlenden zu beherbergen.

Linus Clostermann, 2018

 
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jorinde fischer

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In ihren installativen Werken befasst Jorinde Fischer sich mit dem Anspruch an eine klare Konzeption, die sie in dem jeweiligen Ort individuell erarbeitet und den Raum somit zwangsläufig als Teil des Werkes definiert. Spielerisch lässt sie sich auf die Eigenschaften ihres verwendeten Materials ein. Bei jenem handelt es sich um einen speziell ausgewählten Stoff, welcher sich durch dessen Elastizität auszeichnet. Spannung halten und lösen, straff gedehnt und locker hängend begibt sich das Material in physische Zustände, die stimuliert werden durch dessen farbliche Präsenz. Ein Ausdruck von Körperlichkeit derer sich die Betrachter*in schwer entziehen kann.

 
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BÉLA PABLO JANSSEN (BPJ)

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„BPJ eignet sich die Welt im Zeichnen und Filmen an, schafft wiederkehrende Motive und verfügt über ein Archiv von Bilderlebnissen, die er auf seine gegenwärtigen Arbeiten ausstrahlen lässt. Poster, Publikationen, Gefundenes oder Objekte erzeugen mit Zeichnungen und Gemälden eine greifbare Vorstellung von einem Künstlerleben. Gleiche Motive tauchen in verschiedenen Zusammenhängen auf, bilden eine visuelle Klammer zu verschiedenen Szenen, die den Bezug zur Person des Künstlers - zum Portrait eines Künstlers und zur realen Person - herstellt.“

Kölner artothek, 2018

 
 
 
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LAURA SACHS

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“Mein grundlegendes Anliegen ist die Malerei und die Frage nach ihren Materialien, die ich immer wieder aufs Neue verhandle. Die Schnittstelle und Interaktion von Farbe und Material beschäftigen mich genauso wie die Suche nach Klarheit und das Finden des richtigen Punktes zwischen Zuviel und Zuwenig, in Bezug auf Proportion und die Technik.

Konkret behandle ich die Leinwand und den Bildträger als autarkes Material und gehe auf deren spezifische Eigenschaften ein. Es geht mir jedoch gleichsam um die verschiedenen An- und Aufsichten der Leinwand, weil das augenscheinliche "flache Bild" für mich wie ein allansichtiges Objekt agiert. Die Kanten, Ecken und die dem Betrachter verborgene Rückseite bilden genauso wie die frontale Ansichtsfläche das Bild. Eine Arbeit setzt sich also aus vielen Ansichten und diversen Materialitäten zusammen.”

Laura Sachs im Gespräch mit kunstbar, 2018

 
 
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michaela Zimmer

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Michaela Zimmers Werke reflektieren das subjektive Verhältnis zum Raum, in dem wir uns bewegen und dem Bild, das sich uns in der Bewegung erschließt. Sie sind die Übersetzung propriozeptiver Erfahrung. Ihre Langzeitforschung diesbezüglich begann bereits zu ihrer Studienzeit am Chelsea College of Art mit Werken, die aus fotografischen Aufzeichnungen über die Interaktion des menschlichen Körpers mit Objekten entstanden und setzt sich bis zu ihrem heutigen malerischen Arbeitszyklus fort.